Risiken bei Barttransplantationen

Ein gepflegter, schöner Bart ist derzeit stark im Trend und viele Männer wünschen sich diesen. Ein ordentlicher, zum Typ passender, Bart sieht attraktiv aus und kann sehr männlich wirken. Jedoch ist nicht jeder Mann von Natur aus mit einem dichten Bartwuchs gesegnet. Deshalb mag für viele Männer eine Barttransplantation in Frage kommen. Dass eine Barttransplantation jedoch nicht ganz ungefährlich ist, sollte man auf jeden Fall bedenken.



Wie läuft eine Barttansplantation ab?

Eine Barttransplantation läuft im Grunde genauso ab wie eine Haartransplantation auf dem Kopf. Die Haare, die bei einer Barttransplantation im Gesicht eingepflanzt werden, werden dem Kopfhaar entnommen. Es werden die Haare aus dem Hinterkopf entnommen.

Dabei wird heutzutage meistens die sogenannte FUE-Methode angewendet; hierbei werden einzelne Haarfollikel aus dem Hinterkopfhaar, mittels einer Hohlnadel, entnommen. Die Entnahme erfolgt unter einer lokalen Betäubung an den Stellen, wo die Haare entnommen werden. Außerdem wird auch der Gesichtsbereich betäubt, in den die Haare eingepflanzt werden. An der Entnahmestelle bleiben kleine Löcher und ganz kleine Narben zurück, die aber nur mit einer Lupe zu erkennen sind. Die entnommenen Haare wachsen wieder nach.

Eine weitere Methode ist die FUT-Methode. Bei dieser wird ein kompletter Hautstreifen mit einer Größe von 2-3 cm Breite und 20-25 cm Länge mit einem Skalpell aus dem Hinterkopf (inklusive Haare) herausgeschnitten. Die einzupflanzenden Haare werden dann unter dem Mikroskop für die Verpflanzung im Gesicht behandelt.

Bei beiden Methoden müssen die Haare separiert, also getrennt werden. Auf dem Kopf kann es sein, dass ein Follikel mehrere Haare besitzt. Bärte bestehen jedoch aus Einzelhaaren, weshalb die Haare separiert werden müssen.

Sind die vom Kopf entnommenen Haare ins Gesicht gepflanzt worden, so fallen diese innerhalb von 4 Wochen wieder aus und beginnen ab Monat 3 bis 6 nach der Bartransplantation wieder zu wachsen. Ein endgültiges Ergebnis ist nach maximal 12 Monaten zu erwarten.

Risiken einer Barttransplantation

Bei einer Barthaartransplantation können natürlich einige Komplikationen entstehen, da es sich um einen operativen Eingriff handelt. Viele Risiken können durch eine hohe Hygiene und eine gute Qualifikation des behandelnden Personals minimiert werden, aber ein Restrisiko bleibt immer. Denn jeder Mensch ist anders und manche Komplikationen und individuelle Reaktionen können vor der Operation nicht abgesehen werden.

Optische und finanzielle Risiken

Wenn die Person, die die Haare verpflanzt, nicht genügend Erfahrung oder Know-How hat, so kann es dazu kommen, dass die eingepflanzten Haare wild durcheinander wachsen und nicht in Wuchsrichtung der anderen Barthaare. Das vernichtet natürlich jegliche Ästhetik und lässt einen Bart ungepflegt aussehen. Außerdem muss der Spezialist darauf achten, dass die vom Kopf entnommenen Haare robust genug sind. Bei nicht robusten und feinen Härchen, die im Gesicht verpflanzt werden, sieht man einen Unterschied zu den restlichen, nicht verpflanzten, Barthaaren. Der Bart sieht nicht gleichmäßig und nicht natürlich aus. Wenn der „Spezialist“ eine Behandlung in solch einer Weise durchführt, dann ist das natürlich sehr ärgerlich und man hat sehr viel Geld bezahlt ohne eine wirkliche Leistung zu erhalten. Denn wer will schon einen Bart tragen, der unnatürlich und ungepflegt aussieht; eher wird man sich die Barthaare wieder abrasieren.


Schade um das viele Geld, denn eine Bartransplantation kostet in Deutschland meist zwischen 2000 und 7000 Euro; je nachdem wieviel Haare verpflanzt werden sollen bzw. müssen. Je weniger Haare im Gesicht vorhanden und je mehr Haare also transplantiert werden sollen, desto teurer wird es und das kann schonmal 7000 Euro sein. Die Krankenkasse übernimmt keine Kosten, da es sich hier lediglich um einen kosmetischen, und nicht medizinisch indizierten, Eingriff handelt.

Kommt die FUE-Methode (Einzelhaarfollikel-Entnahme) zum Einsatz so können an den Stellen, an denen die Haare entnommen werden, kleine Narben zurückbleiben. Bei der FUT-Methode, bei der ein ganzer Hautstreifen aus dem Hinterkopf entnommen wird, können allerdings stärker sichtbare Narben zurückbleiben.

Gesundheitliche Risiken der Barttransplantation

Kommen wir zu den wirklich bedenklichen Nebenwirkungen oder Risiken. Klar, ist es auch schade, wenn man Geld verliert, wie im vorigen Abschnitt erläutert. Aber wenn es um die Gesundheit geht, verblassen die finanziellen Risiken. Eine Barttransplantation ist ein chirurgischer Eingriff und sollte deshalb nicht auf die leichte Schulter genommen werden.

Da die Barttransplantation unter einer Betäubung (meist lokal) getätigt wird, kann es zu Übelkeit und Erbrechen kommen. Das liegt an den verwendeten Betäubungsmitteln und klingt dabei meistens nach der Operation ab.

Wie bei jeder Operation kann es zu Nachblutungen kommen. Besonders falls Blutgefäße verletzt worden sind und diese nach der Operation wieder aufgehen. Das kann zu einer schlechten Wundheilung und einer Infektion der behandelten Stelle bzw. Vereiterungen kommen. Das ist natürlich nicht lustig, denn infolge dessen kann es sogar zu einer Blutvergiftung kommen.

Außerdem kann der Bereich, wo die Haare entnommen und auch wo die Haare verpflanzt werden, nach der Operation geschwollen und gerötet sein. Zudem können Schmerzen auftreten. Diese Auswirkungen lassen jedoch nach einigen Tagen nach.

Je nach Empfindlichkeit der Person kann es auch zu Komplikationen des Herz-Kreislauf-Systems kommen, denn chirurgische Eingriffe sind immer ein großer Stress für den gesamten Körper. Durch die Narkose kann dies zusätzlich noch verstärkt werden. Deswegen sollten Personen mit bestehenden Herz-Kreislauf-Problemen sich den Eingriff gut überlegen, vor allem, wenn die FUT-Methode zu Anwendung kommt, wo ein ganzer Streifen Haut aus dem Hinterkopf geschnitten wird.

Weiteres Negatives

Sehr schmerzhaft kann außerdem die lokale Betäubung während des Eingriffs sein. So berichten Patienten von bis zu 10 Betäubungsspritzen im Hinterkopf und sogar bis zu 50 Betäubungsspritzen im Gesicht.

Weiterhin ist Schlafen in der ersten Nacht nach der Operation, wegen der Schwellungen und der Schmerzen, wohl sehr unangenehm und kaum möglich.

Fazit – Transplantation ja oder nein?

Eine Barttransplantation ist eine gute Methode für Männer, die unzufrieden mit ihrem Bart sind und dagegen ankämpfen möchten. Allerdings ist die Behandlung nicht ganz günstig (bis zu 7000 €!). Erwischt man einen unerfahrenen Arzt, so sind die Ergebnisse unter Umständen enttäuschend und man rasiert sich den Bart wieder ab; Haftung besteht in diesem Fall meist keine. Außerdem sind die Betäubungsspritzen während der OP sehr unangenehm und es kann auch gesundheitlichen Komplikationen im Nachhinein kommen.

Wie bei allem im Leben, muss aber jeder selbst entscheiden, wieviel ihm eine Investition wert ist und ob er bereit ist die genannten Risiken in Kauf zu nehmen. Wir sind der Meinung, dass man sehr gute Ergebnisse auch auf natürlichem nicht invasivem Weg erreichen kann und den Bart ordentlich von innen ankurbeln kann. 😉

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